Wort zum Sonntag 33 KW/2026
„Jauchze, du Tochter Zion! Frohlocke, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen … Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen.“ (Zefanja 3,14-15) Und im Lehrtext heißt es: „Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt.“ (Epheser 2,17)
Mitten in den Schulferien liegt über vielen Orten unseres Kirchenkreises Saale-Unstrut eine besondere Atmosphäre. Manche sind unterwegs, andere genießen die Ruhe zu Hause. Die Tage sind heller, freier und oft etwas langsamer als sonst. Gerade dann können wir neu entdecken, was die Losung dieses Tages uns zuspricht: Freude und Frieden sind keine Belohnung für ein perfektes Leben, sondern ein Geschenk Gottes.
Viele Menschen tragen Sorgen mit sich herum, auch in der Ferienzeit. Nicht alles wird leichter, nur weil der Kalender Ferien anzeigt. Doch Gottes Zusage bleibt: Er kommt uns entgegen, nimmt Lasten von unseren Schultern und schenkt Frieden für Herz und Seele. Dieser Frieden verbindet Menschen, die sich nah sind, und solche, die einander fremd geworden sind.
Astrid Lindgren sagte einmal: „Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ Vielleicht liegt gerade darin eine Ferienweisheit für uns. Wer innehält, entdeckt oft neu, dass Gott längst da ist: im Gespräch auf einer Bank, im Blick über die Saale oder die Weinberge, im Lachen von Kindern oder in einem stillen Gebet.
So wünsche ich Ihnen für die restlichen Ferientage und für die kommende Woche offene Augen für die kleinen Zeichen der Freude und ein Herz, das Gottes Frieden empfängt und weitergibt.
Gesegneten Sonntag!
Nadine Schlüter-Nagel
Lektorin im KK Saale-Unstrut
