Wort zum Sonntag 05 KW/2026
„Wenn‘s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit!“
So besagt es eine alte Bauernregel, die sich auf den Feiertag „Maria Lichtmess“ am 2. Februar bezieht. Dieser Termin gilt im Bauernjahr als Wendepunkt: die Tage werden spürbar länger und das Ende des Winters ist langsam absehbar.
Auch im Kirchenjahr spielt der Tag eine wichtige Rolle: Offiziell endet hiermit erst die Weihnachtszeit. Spätestens jetzt werden die letzten Weihnachtsbäume abgeschmückt; Krippen, Pyramide, Strohsterne und Co. landen wieder in ihren Kisten und warten auf Dachböden auf ihren nächsten Einsatz.
Während der Christbaum in vielen Haushalten schon kurz nach Neujahr ausgesorgt hat, kann ich selbst mich meist eher schlecht von der gemütlichen Weihnachtsatmosphäre zu Hause verabschieden.
Wenn es Ihnen ähnlich geht, hilft es vielleicht, das Ende ganz bewusst zu zelebrieren: nochmal alle Kerzen anzünden, mit einem letzten Glühwein anstoßen und zum Abschluss „Oh du Fröhliche“ anstimmen.
Dabei können wir uns an die Botschaft von Weihnachten erinnern; diese müssen wir nicht wegräumen. Sie darf uns durch das ganze Jahr tragen:
Jesus kam zu uns als Licht, das uns Hoffnung schenkt und unsere Tage hell macht – ganz egal, wie lang sie sind.
Josefine Lothholz
Gemeindepädagogin im Kirchspiel Querfurt
