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Evangelischer Kirchenkreis Saale-Unstrut

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Von der Horburger Madonna bis zur Weltpolitik

Landesbischof Kramer hielt in der Marienkirche eine Abendandacht und kam mit den Gästen ins Gespräch.

Selten war die Horburger Marienkirche so gut gefüllt wie zur Abendandacht mit dem Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Friedrich Kramer am 28. Juli 2026.

Nach gemeinsamen Singen und einer Kurzpredigt, die von der Horburger Madonna bis zur Weltpolitik reichte, gab es eine Gesprächsrunde zur Situation in der Gesellschaft entsprechend der Reihe "Verständigungsorte". Was trägt Kirche heute zum Zusammenhalt bei und zu einem möglichen Miteinander? 

Ein Blick auf die sogenannten "Friedensreiter" am Ende des 30-jährigen Krieges lässt erkennen, dass auch eine Verständigung zwischen verfeindeten Parteien möglich ist. 

 

Hintergrund: 

In einem Projekt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und der Ökumenischen Akademie Ostthüringen werden „Friedensreiter“ ausgebildet. Ziel ist es, Menschen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und mitten im Wahlkampf zu befähigen, verfeindete Lager miteinander in Kontakt zu bringen sowie zwischen den Lagern agieren zu können. 

Das Symbol der Friedensreiter bezieht sich auf den 30-jährigen Krieg. Zwischen 1643 und 1648 galoppierten Friedensreiter von Osnabrück nach Münster und zurück. Sie brachten Nachrichten über die Verhandlungen und verkehrten zwischen den Lagern. Im evangelischen Osnabrück diskutierten die Gesandten der protestantischen Reichsstände, des Kaisers und der Schweden. Im katholischen Münster verhandelten der Kaiser, die katholischen Reichsstände, Frankreich, Spanien und die Niederlande sowie Vertreter aus der Schweiz.

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