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Evangelischer Kirchenkreis Saale-Unstrut

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Trauer um Pfarrerin Barbara Wichmann

Wir nehmen Abschied.

„Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, 
weder Engel noch Mächte noch Gewalten, 
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 
weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur 
uns scheiden kann von der Liebe Gottes, 
die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“
Römer 8,38-40

 

Pfarrerin i.R. Barbara Wichmann (05.08.1930 - 26.02.2026)

Dankbar sind wir für ihren treuen und fröhlichen, motivierenden und stets engagierten Dienst als Pfarrerin in Flemmingen und Almrich.

Fast 30 Jahre hat sie hier das Gemeindeleben mitgestaltet und Glauben geweckt. Mit ihrer aufgeschlossenen, frohen Art hat sie stets Gottes Menschenfreundlichkeit bezeugt und Menschen für das Evangelium begeistert. Auch im Ruhestand hat sie mit Gottesdiensten und Besuchen das Gemeindeleben bereichert. 

Wir trauern mit ihrer Familie und befehlen sie der Liebe Gottes.

Evangelischer Kirchenkreis Saale-Unstrut, Superintendentin Dr. Tanja Pilger-Janßen
Ev. Kirchengemeinde Flemmingen-Almrich, Stefan Hilffert (Vorsitzender des Gemeindekirchenrates)
Ev. Pfarrbereich Naumburg, Pfarrerin Christina Lang und Pfr. Michael Bartsch

 

Nachruf auf Pfarrerin Barbara Wichmann

von Ingrid Sobottka-Wermke, Superintendentin i.R.

Heimgegangen zum himmlischen Vater ist unsere ehemalige Pfarrerin von Flemmingen und Almrich, Bärbel Wichmann, am 26.2.2026. Sie ist im Luisenhaus friedlich entschlafen, nachdem Ali Reza, ihr Krankenpfleger und unser Gemeindekirchenratsmitglied, mit ihr gebetet und sie gesegnet hatte. „Grüßen Sie da oben?“ „Ja, das mache ich!“ fröhlich winkte sie ihm nach und überließ sich ihrem letzten Weg. 

Wir dürfen wohl glauben, dass sich erfüllt, was sie in der letzten Strophe ihres Flemminger Heimatliedes erbeten hat:

„Herr Gott, dir woll‘n wir danken für unsere Heimat hier. Gib uns nach unserm Leben die Heimat dann bei dir.“

Flemmingen ist Bärbel Wichmann, geb. am 5. 8. 1930 als erste Tochter der Eheleute Wolfgang und Ruth Wichmann in Raguhn, zur irdischen Heimat geworden, wo sie 1963 zusammen mit ihrer verwitweten Mutter Ruth das Pfarrhaus bezog. 

Bis 1990 ist sie mit all‘ ihrer Kraft und Freude am Dienst für das Kirchspiel Flemmingen/Almrich tätig gewesen. Unterwegs häufig mit ihrer Schwalbe, so sehen sie noch viele Almricher vor ihren inneren Augen. Flott unterwegs, um Gottesdienste und Christenlehre zu halten, Besuche zu machen, Menschen und Material zu organisieren, damit die Kirchen, die ihr anvertraut waren, so einladend und in Schuss würden, wie es sich alle wünschten. Dazu brauchte es Kontakte, ein verlässliches Netz von tragfähigen Beziehungen. Sie war eine großartige, Netze knüpfende Pfarrerin, die mit Freude auf Menschen zuging, sie warmherzig einlud und familiär beköstigte, irdischer Abglanz der Freundlichkeit Gottes. 

Viel Verbundenheit ist gewachsen, mit ihr und über sie mit der Kirche, und in der Kirche mit dem Glauben. Davon zeugen z.B. die vielen, die noch heute aus dem Stand beim Krippenspiel mitmachen können, das sie einst geschrieben hat. Davon zeugen die Klänge des Posaunenchores, der ihr am Herzen lag. Davon zeugen die Ehrenamtlichen, die sich noch immer in Verantwortung für ihre Kirche vor Ort rufen lassen. 

Und schließlich bezeugen die Baumelbänke aus der Partnergemeinde Bad Sooden-Allendorf, dass der Glaube an Gott in Jesus Christus zu einem gelassen-fröhlichen Leben einlädt. Sie hat es uns vorgelebt.



 

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