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Evangelischer Kirchenkreis Saale-Unstrut

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Gedanken zur Jahreslosung

von Supn. Dr. Tanja Pilger-Janßen

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Tanja Pilger-Janßen
Tanja Pilger-Janßen

Pfarrerin, Superintendentin

Der Vers passt so gut angesichts des neuen, fusionierten Kirchenkreises. Daher lade ich Sie nun ein innezuhalten und zu fragen: In welchem Zusammenhang steht der Vers und was genau meint er?

Der Spruch ist dem apokalyptischen Text der Offenbarung des Johannes entnommen. Das Buch beschreibt das Ende der Zeit in unterschiedlichen Bildern und Visionen. Als letzte Schrift im Neuen Testament bildet es mit den Erzählungen über die Erschaffung der Welt und den Anfang der Zeit einen Rahmen um die biblischen Bücher.

In den Versen zuvor schildert der Verfasser eine Vision von einem neuen Himmel und einer neuen Erde: Gott wird aus diesem Himmel herabkommen und bei den Menschen wohnen. Alle Tränen wird Gott abwischen. Leid, Geschrei, Schmerz oder Tod werden nicht mehr sein.

Was für eine Hoffnung! Was für ein Trost! Bei Trauerfeiern oder am Grab, am Ewigkeitssonntag oder einem Totengedenken auf dem Friedhof erfüllen diese Worte Trauernde immer wieder mit neuer Zuversicht und Hoffnung. Am Ende heißt es in Form der Gottesrede: „Siehe, ich mache alles neu.“ Nicht wir Menschen machen es neu, sondern Gott. Und er macht nicht irgendetwas neu. Auch nicht Weniges oder Vieles. Er hat die Kraft alles neu zu machen. Darauf hoffen wir nicht nur am Ewigkeitssonntag. Das neue Jahr stellen wir nun auch unter dieses Hoffnungswort.

Das Bild von dem neuen Himmel und der neuen Erde, das diesem Hoffnungswort vorangestellt ist, hat der Schweizer Pfarrer Kurt Marti in einem Lied poetisch entfaltet. Es gibt Mut, dass Gottes Neumachen schon jetzt anbricht – in unserer Welt:
„Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel, der kommt, wenn einst Himmel und Erde vergehen. (…) Der Himmel, der kommt, grüßt schon die Erde, die ist, wenn die Liebe das Leben verändert.“ (Ev. Gesangbuch, 153)

Das Neue grüßt bereits unsere Erde, wenn die Liebe unser Leben verändert.Wir brauchen nicht alles neu machen – das ist Gottes Aufgabe. Doch haben wir Teil daran: wenn die Liebe unser Leben verändert.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns im neuen Kirchenkreis
ein frohes und gesegnetes neues Jahr 2026,

Ihre Tanja Pilger-Janßen
Superintendentin
im Ev. Kirchenkreis Saale-Unstrut

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Tanja Pilger-Janßen

Pfarrerin, Superintendentin

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