Förderung der Dorfkirche in Granschütz
Ermöglicht durch den Stiftungsfonds Dorfkirchen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
An der Dachsanierung, konkret der Schieferdeckung, der Kirche in Granschütz bei Hohenmölsen beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank ihres Stiftungsfonds Dorfkirchen mit 20.000 Euro.
Die stattliche, landschaftsprägende neugotische Saalkirche mit eingezogenem Chor und steilem Westturm sowie vier Ecktürmchen stammt aus dem Jahr 1899. Sie wurde aus gelbem Backstein gebaut. Turmuhren zeigen nach allen Seiten die Zeit an. Die Maßwerkfenster sind einfach zweiteilig. Der Kirchhof hat weitgehend seine original erhaltene Einfriedung bewahrt. Sie besteht aus stilistisch zur Anlage passenden Pfosten und Lanzengittern.
Im Innern schließen Kreuzrippengewölbe die Decke. Das Schiff prägen Emporen, sie erwecken auf den der Wand vorgelegten Säulen mit markanten Blattkapitellen und Segmentbögen den Eindruck von Seitenschiffen. Die Ausstattung aus der Erbauungszeit ist vollständig erhalten, darunter die auf der hölzernen Westempore stehende Ladegastorgel.
Das durch Größe und Integrität zu den bedeutendsten neugotischen Kirchen im Landkreis zählende Gotteshaus in Granschütz gehört zu den über 680 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.