"... im Frühling hat man keine Lust zu sterben!"
Szenische Lesung mit Figurenspiel von und mit Julia Raab für alle Menschen ab ca. 14 Jahren.
19. Juni 2026 | 18.00 - 19.30 Uhr
Naumburg | Haus der Kirche (Domplatz 8)
Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943–1945)
Krystina, Johanna, Hildegard – Frauen, denen nur wenige Stunden blieben, um letzte Worte zu formulieren. Worte an Kinder, Freund*innen, Angehörige. Worte gegen das Vergessen.
Das Stück macht die Mechanismen der NS-Justiz sichtbar und gibt jenen eine Stimme, die für sogenannte „Bagatelldelikte“ oder aktiven Widerstand hingerichtet wurden.
Mit Mitteln des Objekt- und Figurentheaters treten originale Abschiedsbriefe aus der Zeit des Nationalsozialismus aus der Justizvollzugsanstalt „Roter Ochse“ in Halle in einen intensiven Dialog. Entstanden ist ein konzentriertes Stück, das Geschichte nicht erklärt, sondern erfahrbar macht. Die künstlerische Arbeit anhand historischer Dokumente öffnen einen Raum für aktuelle Fragen: Wie gehen wir heute mit der Würde des Menschen, Macht und Missbrauch, mit staatlicher Gewalt und mit Widerstand um?
Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung wird finanziert durch die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.